pressestimmen

 

 

Buch

Die Beidlers. Im Schatten des Wagner Clans (2013)

Opernwelt, Juli 2013

„Wer sich ernsthaft für den Wagner-Clan interessiert, sollte zu diesem Buch greifen. Die Autorinnen Verena Naegele und Sibylle Ehrismann sind den Spuren der Beidler Familie gefolgt und zeigen anhand zum Teil unbekannter Dokumente, wie rücksichtslos es bereits in der ersten Generation bei Wagners zuging… Naegele und Ehrismann zeigen (übrigens in kritischer Auseinandersetzung mit Oliver Hilmes) nicht nur die Zerrüttung der Familie, sie zeigen, wie konkret Richard Wagner mitverantwortlich dafür ist. Und sie liefern, nicht zuletzt, ein spannendes Stück Zeitgeschichte.“

SonntagsZeitung (Tages Anzeiger Zürich)

„Das Buch, das diesen Skandal aufarbeitet, liest sich wie ein Krimi. Der leicht reisserische Unterton des Untertitels „Im Schatten des Wagner-Clans“ wird von den beiden Autorinnen Verena naegele und Sibylle Ehrismann mit ebenso wissenschaftlicher wie genüsslicher Akribie eingelöst. Atemlos verfolgt man die Ränkspiele und die Hinterlist, mit denen Wagners Nachkommen die Isolde-Linie ausschalteten. Isolde hatte den Dirigenten Franz Beidler geheiratet, einen Schweizer…. Nach diesem Buch ist die Geschichte Wagners ohne Franz Wilhelm Beidler nicht mehr zu schreiben.“

Schweizer Musikzeitung

„Welche Folgen der verlorene Prozess für die Familie Beidler, namentlich für den ersten Wagner-Enkel Franz Wilhelm Beidler hatte, zeichnen die Autorinnen detailliert, aber nicht detailverliebt nach. In sachlichem, ihrem Gegenstand zugewandten Ton wird ein weiter Bogen gespannt, von Luzern über Bayreuth und das Berlin der Zwanzigerjahre bis nach Zürich, wo Franz Wilhelm Beidler als Sekretär des Schweizerischen Schriftstellervereins das kulturelle Leben der Schweiz über viele Jahre mitprägte. ‚Beidler – der Name war uns unbekannt’, lässt Nike Wagner im Vorwort dieses genau recherchierten Bandes verlauten, der nun eine Lücke in der Wagner-Genealogie schliesst.“

Ensemble DE

„Die beiden Schweizer Musikpublizistinnen beleuchten ein bislang eher unbekanntes, aber hochspannendes Kapitel der Geschichte des Wagner-Clans, und zwar ein schweizerisches. Auf der Basis bislang unbekannter Dokumente erzählen sie vor allem die Lebensgeschichte Franz Wilhelm Beidlers, des ersten Enkels Richard Wagners, ‚von Angesicht ihm unheimlich ähnlich’, wie Thomas Mann meinte, der mit Beidler befreundet war.“

 

 

Ausstellung

Aufrecht und konsequent – Wagners Schweizer Enkel und Bayreuth (2013)

Neue Zürcher Zeitung, 19. 4. 2013

Blinder Fleck der Dynastie. Richard Wagners Enkel Franz Wilhelm Beidler

„Mit lobenswertem Eifer und akribischer Kleinarbeit haben die beiden Musikwissenschafterinnen Verena Naegele und Sibylle Ehrismann eine Schau über den Schweizer Zweig des Wagner-Clans realisiert… das Stadtarchiv ist für diese Ausstellung zwar passend – der in Bayreuth geborene Beidler emigrierte 1934 in die Schweiz und wurde später Zürcher Bürger -, jedoch bieten das Entrée und ein Nebenzimmer zu wenig Platz, um die komplizierte Geschichte mit ihren vielen Akteuren, Perspektiven und Zeitebene adäquat zu präsentieren. Abgesehen von diesen technischen Schwierigkeiten bietet die Schau inhaltlich eine Fülle an brisanten Details: Dokumente, die das Ausmass der jahrzehntelangen Vertuschung von Wagners Vaterschaft in Bezug auf seine ersten Nachkommen bezeugen, oder entlarvend hämische Presseauszüge und Karikaturen zum Vaterschaftsprozess von Isolde.“

 

Basler Zeitung, 18. 4. 2013

Der Clan der Kuckuckskinder
Die Geschichte
von Franz W. Beidler, seinem Vater und seinem Grossvater Richard Wagner

„Die beiden Forscherinnen können nachweisen, dass von den drei illegitimen Kindern Richard Wagners – alle in Tribschen bei Luzern aufgewachsen und des Schweizerdeutschen mächtig – zuerst nur die beiden Mädchen Eva und Isolde in den Katen auftauchen. Der 1869 geborene Siegfried wurde bis zur offiziellen Eheschliessung Cosimas mit Richard Wagner verschwiegen. Der Taufschein wurde über ein Jahr nach der Geburt ausgestellt – unüblich spät für einen Katholiken. Siegfried wurde erst nachträglich ‚wagnerisiert’…. Die kleine, aber konzentrierte und klug konzipierte Ausstellung wurde am Dienstag im Zürcher Stadtarchiv eröffnet. Mit dabei waren Gudrun Foettinger vom Wagner-Museum Bayreuth und die Tochter Franz W. Beidlers, Dagny Beidler.“
Ganzer Artikel als .pdf-Download

 

Der Landbote, 17. 4. 2013

Das dynastische Prinzip

„Ein Vorspiel zu den Richard Wagner gewidmeten Zürcher Festspielen rückt im Stadtarchiv Zürich mit Franz Wilhelm Beidler ein Schweizer Wagner-Kapitel ins Licht – und wirft noch mehr Schatten in die skandalreiche Geschichte des Bayreuther Clans….

Nach dem Krieg wäre Beidler dazu prädestiniert gewesen, bei der Neugestaltung der Festspiele mitzureden, auch wurde er vom Oberbürgermeister in Bayreuth dazu aufgefordert, ein Konzept einzureichen. Beidler schlug eine Stiftung mit dem befreundeten Thomas Mann an der Spitze vor. Doch statt eines solchen Neuanfangs mit Schweizer Beteiligung erlebte Bayreuth dann den Sieg des dynastischen Prinzips mit Siegfrieds Söhnen Wieland und Wolfgang als Festspielleiter. Franz Wilhelm Beidler, den die übersichtliche und informative Ausstellung mit Attributen ’aufrecht und konsequent’ ehrt, spielt im verschlungenen Wagner-Drama keine Rolle mehr. 1961 ehrt ihn Bayreuth mit der Liszt(!)-Medaille.“

 

 

Ausstellung und Festival

Franz Liszt, ein ruheloser Visionär

 

Aargauer Zeitung, 20. Oktober 2011

„Liszt hat neidlos grosse Talente gefördert“

„’Franz Liszt – ein ruheloser Visionär’ heisst das Thema einer Ausstellung und eines Festivals, das vom 21. bis 30. Oktober in Muri und Boswil stattfindet. Sibylle Ehrismann und Verena Naegele haben den spektakulären Anlass zusammen mit Mui Kultur und dem Künstlerhaus Boswil organisiert.“

 

Radio DRS 2, 21. Oktober 2011

Muri und Boswil im Zeichen von Liszt

„Am Samstag wäre der Komponist und Pianist Franz Liszt 200 Jahre alt geworden. Im Kloster Muri gibt es daher eine Ausstellung zu Liszt und seinen Visionen. Ausserdem gibt es in den nächsten Tagen eine Liszt-Konzertreihe. Die Ausstellungsmacherin Sibylle Ehrismann ist fasziniert von Liszt: ‚Er war eine unglaubliche Persönlichkeit mit Visionen, der weit in die Zukunft hinein dachte’. Laut Ehrismann war er der erste weltberühmte Musiker, kam als Pianist auf alle wichtigen Konzertbühnen.“

 

AZ /Freiamt, 25. Oktober 2011

Schillernde Persönlichkeit geehrt

„Noch bis am Sonntag ist im Südflügel des Klosters Muri die Ausstellung zum Liszt-Festival zu sehen. ‚Wir fühlen uns geehrte, dass die Ausstellung ausgerechnet bei uns zu sehen ist,’ sagt Urs Pilgrim, Präsident von Muri Kultur. Das sei kein Zufall, erklären die beiden Ausstellungsmacherinnen Verena Naegele und Sibylle Ehrismann von Büro Artes. Im Prinzip wurde die Ausstellung zu Liszts 200. Geburtstag für Bayreuth konzipiert, doch die beiden Kuratorinnen hatten von Anfang an das Ziel, sie auch im Aargau zu zeigen, weil es in diesem Kanton einige gute Pianisten gebe.“

 

 

Ausstellung und Buch

Vorhang auf für Wolfgang Reichmann

 

Tages-Anzeiger, 15. 9. 2010

Wolfgang Reichmann, Mime, „Menschenmacher“

„Der Schauspieler und Musicalstar feierte in Zürich Triumphe… Nun ist anlässlich der Schenkung seines Nachlasses ans Stadtarchiv Zürich ebenda und im Opernhaus eine Zweiteilige Ausstellung zu sehen, in der auf Plakatwänden und in Vitrinen, Fotos, Textbücher und Masken aus Reichmanns Besitz gezeigt werden. Im reich illustrierten Begleitbuch zeichnen die Kuratorinnen Sibylle Ehrismann und Verena Naegele – ergänzt durch einen Essay von Richard Merz und Erinnerungen von Weggefährten wie Maria Becker – Stationen seines Lebens nach: seine Jugend Als ‚Halbjude’ unterm Hakenkreuz; wie er von der SS zur Erschiessung geholt, wie der Exekutionsbefehl in letzter Minute widerrufen wurde; und wie Reichmann die Zerstörung Breslaus miterlebte.“  Vollständiger Artikel

 

 

Ausstellung

„Alpenmythos im 19. Jahrhundert – Richard Wagners Wanderungen in der Schweiz“ (2010)

 

Tages Anzeiger, 15. 4. 2010

„Wagner, der prächtige Stoffe liebte, liebte auch die Berge, und er verfügte über eine beneidenswerte Kondition. Das belegt die von Verena Naegele und Sibylle Ehrismann eingerichtete Ausstellung im Luzerner Wagner-Museum eindrücklich – in Briefen und schwarzen Lederstiefeln, wie sie Wagner auch bei seinen Bergtouren getragen haben soll. Man wundert sich nicht, dass er sich über einen ‚zerriebenen’ linken fuss beklagte… Es ist zweifellos kein Zufall, dass die originalen Bühnenbilder für den ‚Ring’ zuweilen sehr nach schweizerischer Alpenwelt aussahen.“

 

Neue Luzerner Zeitung, 11. 3. 2010

Was Wagner mit Alphorn und Pilatus verbindet

„Viele Stadtluzerner kennen das Wagner-Museum auf der Warteggrippe nur von aussen. Diesen Sommer gibt es einen Grund, das einstige Wohnhaus Wagners (1866 bis 1872) zu besichtigen. In der Sonderausstellung „Alpenmythos“ wird anschaulich dargestellt, wie der berühmte Komponist und Musiker im 19. Jahrhundert die Schweiz auf Bergtouren kennen gelernt hat und speziell auch, wie diese Eindrücke Bühnenbilder und Musik seiner Werke beeinflusst haben. Die von den Musikwissenschafterinnen Verena Naegele und Sibylle Ehrismann vom Büro Artes gestaltete Ausstellung ist vor allem auch eine Zeitreise in eine Epoche, als Hochgebirgswanderungen noch gewagte Abenteuer waren und Postkutschen nur alle paar Tage fuhren.“

 

Festspielnachrichten Bayreuth
(Zur Ausstellung im Richard-Wagner-Museum Bayreuth)

Mit merkwürdigen Stiefeln zum Walkürenritt

„Im besten Sinne merkwürdig war auch das Verhältnis, das Wagner mit dem Land (der Schweiz) verband, das für viele Künstler des 19. Jahrhunderts ein romantischer, unverdorbener Sehnsuchtsort war. „Alpenmythos im 19. Jahrhundert – Richard Wagners Wanderungen in der Schweiz“, die bildreiche Schau, die die Wirkung der Schweizer Alpenlandschaft auf den Touristen, den Gemütsmenschen und nicht zuletzt den Künstler Richard Wagner genauer als je zuvor beschreibt, macht mit Wagners Touren durch die hochpathetische Gebirgslandschaft der Schweizer Alpen bekannt, mit seinen zwölfstündigen Gewaltmärschen, seinen Gletscherklettereien und seinen Rutschpartien.“

 

 

Ausstellung und Buch

Elsa Cavelti – eine leidenschaftliche Sängerkarriere (2007)

 

Basler Zeitung, 25. September 2007

Kantig, unbequem und erfolgreich

„Fast ein halbes Jahrhundert lang war die Sängerin Elsa Cavelti mit Basel verbunden. Jetzt würdigen eine Ausstellung und ein dazugehöriges Buch ihr internationales Wirken… In der Ausstellung wird auch jener unselige Basler Skandal um ihre Nazifreundlichkeit von 1945 wieder aufgerollt und abermals zugunsten der Cavelti geklärt. Solches rehabilitiert diese Persönlichkeit, rückt sie ins rechte Licht.“

 

Basellandschaftliche Zeitung, 22. September 2007

Ein Leben für den Gesang

„Elsa Cavelti. Die Balser Universitätsbibliothek widmet der weltberühmten Schweizer Sängerin (1907-2001) eine umfassende und übersichtlich eingerichtete Ausstellung… Die Ausstellungsmacherinnen sind bekannt durch ihre informativen , übersichtlichen Arbeiten zu Wilhelm Furtwängler und Arturo Toscanini in Luzern sowie zu Othmar Schoeck in Winterthur und anderen Orten. Diese Qualitäten weist auch die neue Ausstellung in der UB auf: Sie ist umfassend fokussiert auf das künstlerische Schaffen Caveltis, ist inhaltlich in Kapitel gegliedert und ästhetisch sehr ansprechend eingerichtet.“

 

Neue Zürcher Zeitung, 16. November 2007

Drei Karrieren einer Sängerin

„Von den vierziger bis in die späten sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts gehörte Elsa Cavelti international zu den erfolgreichsten Schweizer Sängerinnen, zuerst als Altistin und Mezzosopranistin, später im dramatischen Sopranfach. Doch in ihrer Heimat hatte sie stets einen schweren Stand, war sie mehr geachtet als beliebt. Eine von Verena Naegele und Sibylle ehrismann verfasste Publikation, die zum 100. Geburtstag Elsa Caveltis iund im Rahmen iener Ausstellung in der Universitätsbibliothek Basel erschienen ist, geht dieser Diskrepanz auf den Grund…. Die Lektüre des reich illustrierten Bandes lässt einen die Persönlichkeit Elsa Caveltis mit ihren Licht- und Schattenseiten und ihrer zeitbedingten Problematik besser verstehen.“

 

 

Ausstellung

Arturo Toscanini – Der legendäre Mitbegründer von Lucerne Festival (2007)

 

Nordbayerischer Kurrier (Bayreuth), 30. April 2010
(Bericht zur Präsentation im Richard-Wagner-Museum Bayreuth, 2010)

Auf den Spuren von Arturo Toscanini

„So ist im Richard-Wagner-Museum in Haus Wahnfried die bis Ende August laufende Ausstellung ‚Arturo Toscanini – vom Plüschtheater ins Tonstudio’ zu sehen. Der Maestro hatte den ‚verrotteten’ Plüsch-Opernbetrieb des späten 19. Jahrhunderts grundlegend neu strukturiert. Die Ausstellung zeigt auch zahlreiche wenig bekannt Dokumente, die Toscaninis Bedeutung für die Bayreuther Festspiele belegen.“

 

 

Ausstellung

Othmar Schoeck – Komponieren und Leben in der Schweiz (2007)

 

St. Galler Tagblatt, 11. 5. 2007

Ein Gehöriger

„Zum 50. Todestag vom Othmar Schoeck erinnert eine Wanderausstellung an den Komponisten, Pianisten und Dirigenten. Sie macht Halt in der St. Galler Tonhalle, dem Ort seines Wirkens von 1917 bis 1944… Die Ausstellungsmacherinnen Verena Naegele und Sibylle Ehrismann zeichnen ein Bild mit vielen Schattierungen. Neben den offiziellen Programm und Urkunden zeigen Briefe und Widmungen sehr Menschliches: Seine Freundschaften mit Stefi Geyer und Hermann Hesse, dem Mäzen Werner Reinhart oder dem Bischofszeller Librettisten Armin Rüeger haben ihn nicht nur zu Musik inspiriert: Manche Briefe verzierte er mit Karikaturen seiner selbst.“

 

 

Ausstellung

Zwischen Skylla und Charybdis – Wilhelm Furtwängler im Brennpunkt (2004)

 

Schweizer Musikzeitung, Nr. 7/8 2004

Der Mythos Furtwängler und die Schweiz

„Die Faszination, die den Dirigenten und Musiker Wilhelm Furtwängler umgibt, ist ungebrochen. Rechtzeitig vor dem 50. Todestag im November 2004 ist eine Biografie erschienen, auf dem CD-Markt florieren seine Einspielungen, und am 13. August wird im KKL Luzern im Rahmen des Lucerne Festival Sommer eine grosse Ausstellung eröffnet. Was macht den Mythos Furtwängler aus?... Ausstellung ‚Zwischen Skylla und Charybdis – Furtwängler im Brennpunkt’ im Foyer des KKL Luzern. Kuratorinnen: Sibylle Ehrismann und Verena Naegele. Zur Ausstellung erscheint ein Reader mit wissenschaftlichen Fachartikeln zu ausgewählten Themen.“

 

Neue Zürcher Zeitung, 16. August 2004

Wilhelm Furtwängler zu Ehren

‚Zwischen Skylla und Charybdis“, so nennt sich die Ausstellung über Wilhelm Furtwängler, die Sibylle Ehrismann und Verena Naegele zum 50. Todestag des Dirigenten für das Lucerne Festival konzipiert haben. In acht Schritten – grafisch ansprechend gestaltet, wenn auch im Foyer zum Kleinen Saal etwas eng aufgestellt – werden Leben und Schaffen des Dirigenten ausgebreitet. Dabei wird der Ambivalenz, mit der wir diesem Künstler bis heute begegnen, durchaus Raum gelassen; so wird einem Bild, das Furtwängler vor einem Entnazifizierungsausschuss zeigt, ein Dokument beigefügt, das von der aktiven Hilfe des Dirigenten an jüdische Musiker zeugt.“

 

Codex flores – Onlinemagazin für Musikästhetik 23. August 2004

Furtwängler-Ausstellung in Luzern

„Die klare Gliederung mit Hilfe von hohen quadratischen Säulen und je einer dazugehörenden Vitrine mag auf den ersten Blick darüber hinwegtäuschen, dass Wilhelm Furtwänglers Leben und Wirken alles andere als unzweideutig und harmonisch verlief. Allerdings haben die Kuratorinnen, die Musikpublizistinnen Sibylle Ehrismann und Verena Naegele (Büro Artes), in der Ausstellung auch Disparates, Fragwürdiges nicht ausgespart. Im Zusammenwirken von Bild- und Textmaterialien – darunter Fotografien, Briefe, Partituren, Notizhefte, Bücher, Zeitungsausschnitte, Plakate, Programmzettel, Langspielplatten – aus zwanzig bilbiotheken und Archiven ergibt sich eine klangvolle, von Dissonanzen nicht gesäubert Hommage, der es weder an bewundernder Zuwendung noch an kritischer Distanz mangelt.“

 

Gewandhaus Magazin Nr. 44, Herbst 2004

(Bericht zur Präsentation der Ausstellung im Gewandhaus zu Leipzig)

„’Tragische Geschichte’, das könnte insgesamt über den von mancherlei Streitigkeiten überschatteten Leipziger Jahren Furtwänglers stehen… doch die beiden ‚starken Frauen’, die hinter dieser Ausstellung stehen, haben sich für einen anderen Titel entschieden… Man darf durchaus mit Spannung der Vertiefung dieser Überschrift entgegensehen, denn die schweizerischen Musikwissenschafterinnen Dr. Verena Naegele, 44, und Sibylle Ehrismann, 41, sind höchst kompetente Autorinnen. Sibylle Ehrismann hat grosse Ausstellungen beispielsweise über Arthur Honegger, Paul Hindemith und Viktor Ullmann konzipiert und realisiert, letztere zusammen mit Verena Naegele, die ihrerseits ebenfalls federführend an diversen Ausstellungen beteiligt war und vor zwei Jahren das viel beachtete Buch ‚Viktor Ullmann – Komponieren in verlorener Zeit’ vorlegte.“

 

Leipziger Volkszeitung, 27. September 2004

Zwischen den Fronten

„Skylla, ein Meeresungeheur, und Charybdis, ein gefährlicher Strudel, ängstigten nach der griechischen Mythologie die Reisenden in der von ihnen bewachten Meerenge. ‚Von allen Seiten wird Furtwängler bedroht und muss sich behaupten. Musikalisch und politisch’, betont Kuratorin Sibylle Ehrismann. ‚Zwischen Skylla und Charybdis – Wilhelm Furtwängler im Brennpunkt’ hat sie mit ihrer Kollegin Verena Naegele deshalb die Ausstellung über den umstrittenen Komponisten genannt… die langen USA-Reisen Furtwänglers brachten ihm die Vorwürfe ein, er vernachlässige die Arbeit am Gewandhaus. Eine schriftliche Auseinandersetzung mit dem Leipziger Journalisten Alfred Heuss zeugt davon. Zu sehen ist sie wie die erstmals gezeigten Briefe an den Thomaskantor Max Straube. Hörproben von Konzertmitschnitten runden die vielschichtige Schau ab.“

 

Radio-Beitrag für SWR 2, „Musik aktuell“ am 1. Oktober 2004

Wilhelm Furtwängler im Brennpunkt einer Ausstellung

„Wilhelm Furtwängler gilbt neben Arturo Toscanini und Bruno Walter als einer der legendären Repräsentanten seiner Zunft, unangefochten als genialischer Dirigent, doch zwiespältig und umstritten, was sein Verhalten im Dritten Reich angeht. Die Schweiz war seit den Zwanzigerjahren für Furtwängler als Gastland zahlreicher Tourneen wichtig. Im Dritten Reich gastierte er ständig in der Schweiz, nicht immer zur Freude der Nazis, 1945 emigrierte r schliesslich in die Schweiz. Aus Anlass seiner 50. Todestages hat das Lucerne Festival die Musikwissenschaftlerinnen Verena Naegele und Sibylle Ehrismann beauftragt, im KKL Luzern eine umfangreiche Ausstellung über den schillernden Pultstar zu konzipieren, eine Ausstellung, die gegenwärtig im Leipziger Gewandhaus zu sehen ist und schliesslich im Dezember in der Berliner Philharmonie gezeigt werden wird.“

Sendung mit O-Tönen von Verena Naegele und Sibylle Ehrismann

 

Der Tagesspiegel Berlin, Dezember 2004

(Bericht zur Präsentation der Ausstellung in der Berliner Philharmonie)

Wilhelm, der Grosse

„Barenboim dirigiert Furtwänglers zweite Sinfonie – Ergänzt wird das Konzert durch ein ein Luzern konzipierte Ausstellung mit neuem Archivmaterial (Philharmonie, Foyer) sowie durch ein wissenschaftliches Symposium mit Kollegen und Zeitzeugen.“

 

Frankfurter Allgemeine, 22. Dezember 2004

Berlins Philharmoniker spielen Furtwänglers zweite Symphonie

„Die 94jährige Witwe Elisabeth Furtwängler ist angereist nach Berlin, weil im Foyer der neuen Philharmonie die Luzerner Wanderausstellung ‚Zwischen Skylla und Charybdis – Wilhelm Furtwängler im Brennpunkt’ angekommen ist, die beherzt alle Widersprüche noch einmal ausbreitet.“

 

 

Ausstellung und Publikation

„Hoch auf’m Berg, tief im Thal…“  Die Schweizer Inspirationen von Johannes Brahms (1997)

 

Basler Zeitung, 17./18. Oktober 1997

Biergärten, Berge, Kaiserhymnen: Brahms und die Schweiz

„Den Beziehungen des vor hundert Jahren in Wien gestorbenen Komponisten zur Schweiz gilt eine Ausstellung, die Sibylle Ehrismann konzipiert hat und die nun (nach der Thuner ‚Premiere’ in Aarau gezeigt wird. Brahms’ zahlreiche Aufenthalte in der Schweiz – der letzte 1895 zur Einweihung der Zürcher Tonhalle – haben einige Spuren hinterlassen. … Dies und viel anderes Interessantes entnimmt man der ebenfalls von Sibylle Ehrismann herausgegebenen Begleitpublikation, in der Verena Naegele über ‚Brahms und die Politik’ Aufschluss gibt.“

 

Stuttgarter Nachrichten, 13. September 1997

Brahms-Autograph entdeckt

„Nun ist es dem wissenschaftlichen Leiter der Int. Bachakademie Stuttgart, Prof. Dr. Ulrich Prinz, auch während dem diesjährigen Europäischen Musikfest gelungen, mit einer Rarität erster Ordnung aufzuwarten. Es handelt sich um das Autograph den „Neuen Liebesliderwalzer“ op. 65 für vier Singstimmen und Klavier zu vier Händen von Johannes Brahms. Dabei handelt es sich um eine Handschrift, die seit den dreissiger Jahren verschollen war und erst 1997 ausgerechnet in einem Depot von nachrichtenlosen Vermögen am Hauptsitz der Schweizerischen Bankgesellschaft in Zürich aufgetaucht ist – ein sensationeller Fund, den die Schweizer Musikologin und Kuratorin Sibylle Ehrismann bei den Recherchen zu ihrer Ausstellung „Hoch auf’m Berg, tief in Thal – die Schweizer Inspirationen von Johannes Brahms“ gemacht hat.“

 

Neue Zürcher Zeitung, 17. Oktober 1997

Neuer Brahms Fund

„Die vom SBV Seeparkzentrum Thun lancierte Ausstellung „Hoch auf’m Berg, tief im Thal…- die Schweizer Inspirationen von Johannes Brahms findet auf ihrer Schweizer Tournee grossen Anklang… Schon die Entdeckung des verschollen geglaubten Brahms-Autographs der „Neuen Liebesliederwalzer“ op. 65,,, gab dieser von der Musikologin Sibylle Ehrismann konzipierten Ausstellung ein besonderes Profil. Neben diesem wertvollen Autograph kann man nun im Forum Schlossplatz in Aarau auch erste Mals eine Brahms-Handschrift aus Basler Privatbesitz sehen. Es handelt sich um das Lied „Die Mainacht“ von Hölty, die Nummer 2 aus den ‚Vier ernsten Gesängen’ op. 43. Brahms hat es für seine Basler Mäzenin, die Sängerin Margarethe Riggenbach-Stehlin, eigenhändig abgeschrieben.“

 

 

Ausstellung

Ansichten eines Weitsichtigen – Paul Hindemith und die Schweiz (1996)

 

Der Landbote Winterthur 28. Februar 1996

Paul Hindemith in der Schweiz

„von der Musikwissenschafterin Sibylle Ehrismann in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Musikrat und der Paul-Hindemith-Stiftung in Blonay realisiert, vereinigt die Schau gleich mehrere gestalterische Konzepte unter dem Motto ‚Ansichten eines Weitsichtigen“, um nicht nur dem Untertitel „Paul Hindemith und die Schweiz’ gerecht zu werden. Sibylle Ehrismann strebt eine auf zwei Stockwerke verteilte, grundsätzlich der Chronologie gehorchende Darstellung sowohl von Hindemiths Leben als auch von dessen enorm reichhaltigem Schaffen und musikpädagogischen Wirken an. Es ist ihr mehr als nur dies auf eine insofern sehr ansprechende Weise gelungen, als sie auf künstlerische bedeutsame und zugleich optisch attraktive Exponate zurückgreifen konnte.“

 

Neue Zürcher Zeitung, 31. Januar 1996

Hindemith und die Schweiz – Chronik einer musikalischen Entwicklung

„Man kennt Hindemith als einen der grossen musikalischen Neuerer unseres Jahrhunderts, der schreibend, komponierend, lehrend, dirigierend, selber spielend und – die derzeitige Ausstellung im Zürcher Stadthaus zeigt es in vielen schönen Beispielen – auch zeichnend wirkte… die Zürcher Ausstellung von der Musikologin Sibylle Ehrismann für das Präsidialamt aus Anlass des im vergangenen November gefeierten hundertsten Geburtstages veranstaltet, konzentriert sich dabei auf die zahlreichen Beziehungen Hindemiths und zur Schweiz.“

 

Basler Zeitung, 7. Februar 1996

Ansichten, Weiten und Grenzen

„Sibylle Ehrismann hat die Ausstellung auf zwei Etagen des Stadthauses materialreich konzipiert. Das Paul-Hindemtih-Institut Frankfurt und die Hindemith-Stiftung Blonay haben wertvolle Leihgaben, darunter einige von Hindemiths 350 Zeichnungen, geschickt. Ein grosszügiger Bilder- und Schriftsenfries dokumentiert an den Wänden chronologisch die Höhepunkte und Tiefschläge im Komponistenleben. In den Vitrinen, an zwei Phonotheken mit Klangbeispielen, und in der vom Schweizer Musikrat herausgegebenen Broschüre entsteht das Porträt eines universalen Musikers, dessen hundertster Geburtstag im vergangenen Jahr in der Schweiz eher geringes Echo fand.“